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      Homepage der Gemeinde Hirschberg


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Pressebericht von Stefan Zeeh aus Rhein-Neckar-Zeitung

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Hirschberg. (ze) Nach dem beschlossenen Ausstieg aus der Kernenergie wird überall intensiv über die zukünftige Energiepolitik diskutiert. Dabei ist das nicht nur ein Thema für die Bundesebene, auch in den Kommunen werden wichtige Entscheidungen in Richtung Klimaschutz getroffen. Deshalb ist in diesen Wochen der CDU-Landtagsabgeordnete Georg Wacker in seinem Wahlkreis zusammen mit Dr. Klaus Keßler von der Klimaschutz- und Beratungsagentur KliBA) unterwegs, um sich vor Ort über laufende und bereits abgeschlossene Klimaschutz-Projekte zu informieren.

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„Die KliBA ist ein starker Partner an der Seite der Kommunen", lobte Hirschschbergs Bürgermeister Manuel Just bei einem Treffen mit Wacker die Rolle der Beratungsagentur in der Bergstraßengemeinde. Dabei habe es die KliBA geschafft, jederzeit die notwendige Neutralität zu wahren. .Klimaschutz ist eine gemeinsame Aufgabe und fordert von den Bürgern mit gutem Beispiel voranzugehen", betonte Just weiter. Dass das Beratungsangebot der KliBA in Hirschberg sehr gut angenommen wird, konnte Keßler nur bestätigen: „Hirschberg war bei den Beratungen schon immer auf einem hohen Niveau, und ich habe den Eindruck der Beratungsbedarf steigt noch an", berichtete der Geschäftsführer der KliBA.

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„Hirschberg war sich bereits früh darüber im Klaren, dass Klimaschutz ein wichtiger Faktor ist", ging Just auf die kommunalen Aktivitäten ein. Deshalb habe die Gemeinde bereits im Jahr 1991 ein Umweltförderprogramm für ihre Einwohner aufgelegt, durch das jährlich bis zu 50 000 Euro für beispielsweise energetische Sanierungen von Häusern zur Verfügung stehen. „Auch für den Haushalt des kommenden Jahres sind 25 000 Euro für dieses Programm vorgesehen", gab Just bereits einen Einblick in den Haushaltsentwurf 2012.

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In Bezug auf die kommunalen Liegenschaften nannte Just das Beispiel der Karl-Drais-Schule in Leutershausen, wo die Gemeinde 400 000 Euro für eine Dreifach-Verglasung ausgegeben hat. „Wo steht das Baurecht dem Wärmeschutz im Wege?", lenkte Wacker den Blick auf eine spezielle Problematik im Zusammenhang mit der energetischen Sanierung älterer Gebäude.

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Gerade im Altbaubestand würden viele Häuser nur den rechtlich vorgegebenen Mindestabstand zur Grundstücksgrenze einhalten. Eine Dämmung der Außenwand, wodurch der Mindestabstand unterschritten würde, sei deshalb nicht möglich. Deshalb wäre es zu überlegen, ob hier die Bauordnung nicht angepasst werden könne. So hätten die bisherigen Landesregierungen einmal pro Legislaturperiode überlegt, wo die Landesbauordnung angepasst werden könne. Georg Wacker ging davon aus, dass diese Vorgehensweise auch von der neuen Landesregierung übernommen werde.

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Die Bedeutung gesetzlicher Vorgaben hob ebenso Klaus Keßler hervor. „Nur über die Motivation der Bürger geht es beim Klimaschutz nicht. Die Politik muss auch gewisse Weichenstellungen geben", sagte er. Hier warnte Wacker jedoch vor zu viel Regulierungswut. Zudem bedeute Regulierung auch die Umsetzung und die Aufsicht der gesetzlichen Vorgaben. „Man muss abwägen, was notwendig ist", hielt der CDU-Landtagsabgeordnete fest.

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Pressebericht von Stefan Zeeh aus Rhein-Neckar-Zeitung (RNZ)

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Hirschberg. Eine bessere Lokalität als das Feuerwehrhaus in Leutershausen kann es wohl kaum geben, will man über die zukünftige Gestaltung der Ortsmitte im südlichen Ortsteil Hirschbergs disku­tieren. Steht doch das Feuerwehrhaus gewissermaßen stellvertretend für die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Bereichs zwischen Bahnhof-, Raiffeisen-, Hölderlin- und Fenchelstraße. So wählte auch die CDU diesen Veranstaltungsort, um die Auswertung ihres vor einigen Wochen verteilten Flyers mit der Umfrage zur zukünftigen Gestaltung der Leutershausener Ortsmitte vorzustellen.

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Die Aufnahmen des Anfang der 1970-er Jahre abgerissen alten Feuerwehrhauses, für die Karina Mayer, Dr. Jörg Boulanger und Norbert Brand wohl tief in der Fotokiste gekramt hatten, zeigen ein Gebäude mit hölzernen, großen Türen und einem angebauten, nicht sehr hohen Turm. Ganz im Gegensatz zu dem jetzigen, eher sachlich daherkommenden Gebäude. Wie wird es aber weitergehen mit dem Feuerwehrhaus und seiner Umgebung?

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Bürgermeister Manuel Just legte dazu den derzeitigen Verfahrensstand vor. Durch den Neubau des Hilfeleistungszentrums werden einige Gebäude in Hirschberg frei, wobei ein Umzug der Bücherei in die Schillerschule angedacht ist. „Die finanzielle Situation der Gemeinde lässt es aber nicht zu, dass wir alle Gebäude langfristig in Ordnung halten können", betonte Just. Dabei sprach er sich für eine Beibehaltung der Schillerschule und der Markthalle aus. „Das Feuerwehrhaus sollte langfristig aus dem Bestand der Gemeinde herausgelöst werden", machte er weiter klar. Eine größere Umgestaltung des Ortszentrums mit Räumen für vier bis fünf Geschäfte sei jedoch nur realisierbar, wenn dieser Bereich Leutershausens ins Landessanierungsprogramm aufgenommen werde.

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Welche Vorstellungen zur Gestaltung der Leutershausener Ortsmitte haben die Hirschberger? 83 Fragebögen waren an den CDU-Ortsverband zurückgesandt worden. Deren Auswertung ergab, dass sich eine große Mehrheit der Bürger für eine Ladenzeile mit Einzelhandelsgeschäften  oder  Dienstleistern  im  Ortszentrum ausspricht. Vom Elektroladen, über die Drogerie bis hin zum Schuh­macher wurden die verschiedensten Arten des Einzelhandels genannt. Darüber hinaus dürfe im Leutershausener Ortszentrum eine Art Dorfplatz, vielleicht mit einer Grünfläche, nicht fehlen.

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Bei der Frage, ob dafür die dafür vorhandenen Gebäude zu nutzen sind oder eine Neuplanung stattfinden soll, sprach sich eine deutliche Mehrheit von 55 Bürgern für eine Neuplanung aus. Nur zehn wollten die alten Gebäude erhalten, zwölf konnten sich Neues und Altes gleichermaßen vorstellen.

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Die CDU hatte weiterhin zur Verkehrssituation im Ortszentrum gefragt. Hier zeigte sich, dass 44 Bürger keine weiteren verkehrsberuhigenden Maßnahmen wünschen, 33 sprachen sich für noch mehr Verkehrsberuhigung aus. 62 wollten einen weiteren Ausbau der Gehwege, um sie etwa kinderwagengerecht zu machen. Elf Bürger sahen dafür keine Notwendigkeit.

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Eine Tiefgarage im Ortszentrum würden 48 Befragte nutzen, 27 wohl eher nicht. Für 48 Bürger ist die derzeitige Einbahnstraßenregelung in der Hauptstraße nicht zufriedenstellend, 27 sind damit durchaus einverstanden.

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„Auch wenn der Rücklauf der Fragebögen nicht besonders groß ist, so sind die Antworten doch repräsentativ", befand Dr. Jörg Boulanger und kündigte an, dass seine Fraktion eine Stellungnahme dazu im Gemeinderat einbringen werde. „Bürgerwunsch und Bürgerempfinden kommen hier zum Ausdruck", betonte Norbert Brand, wies aber auch darauf hin, dass vieles Wunschdenken und nicht umsetzbar sei.

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Presse von Christian Würz aus Weinheimer Nachrichten

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Hirschberg. Beim jüngsten Treffen des CDU Arbeitskreises Gestaltung der Ortsmitte Leutershausen wurde lebhaft über die Äußerungen des Vorsitzenden der Freien Wähler zur Befragungsaktion diskutiert.

Weshalb Alexander May einen DIN A4 Flyer als Zettelwirtschaft bezeichnet und die Fragestellungen, mit Freiraum für persönliche Eintragungen und vor allem eigene Ideen, als stupides Abfragen einstuft ist fraglich. Seine Sichtweise auf die von ihm einzig in den Vordergrund gestellte Frage „wie und wer das bezahlen soll“ greift viel zu kurz.

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Ziel der Flyeraktion ist es, die breite Bürgerschaft für dieses Thema zu sensibilisieren und sie mit ihren Ideen und Anliegen in den Überlegungs- und späteren Planungsprozess mitzunehmen und einzubeziehen. Für den CDU Gemeindeverband Hirschberg ist dies ein wichtiges Angebot zur frühzeitigen Bürgerbeteiligung. „Es ist uns wichtig alle anzusprechen und zu erfahren, wie sich die Bürger/Bürgerinnen die Veränderungen bei den Gebäuden und Freiflächen und die künftige Entwicklung des Gewerbes vorstellen“, sagte der stellvertretende Vorsitzende Christian Würz.

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Selbstverständlich pflegt auch die CDU das persönliche Gespräch. So ist nach der Auswertung der Bürgeranregungen beabsichtigt, zeitnah eine Informationsveranstaltung im Feuerwehrhaus Leutershausen durchzuführen, bei der diese den interessierten Bürgern/Bürgerinnen dargestellt werden, aber auch Raum für weitere Vorschläge bzw. Konkretisierungen bleibt. Wir gestalten mit den Bürgern die Zukunft und beschränken sie nicht auf die eingangs von Alexander May erwähnte Frage der Finanzierung.

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Zunächst sollten politische Entscheidungsträger eine konkrete Vorstellung davon haben was unsere Bürger/Bürgerinnen für Gestaltungspläne haben, dann kann man über die Machbarkeit, die Umsetzungsschritte und die erforderliche Finanzierung beraten.

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Presse von Christian Würz aus Weinheimer Nachrichten

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Hirschberg. Nach der öffentlichen Vorstellung des Flyers über die Leutershausener Ortsmittelpunktgestaltung am Informationsstand unter der Markthalle Ende Juli/Anfang August wurden zunächst in einem ersten Schritt 500 Exemplare punktuell in Leutershausen in die Briefkästen verteilt. Jetzt startet der CDU Gemeindeverband Hirschberg nun nach den Ferien die Ausdehnung und flächenhafte Verteilung auf alle Hirschberger Haushalte. Hierbei soll bewusst nicht nur Leutershausen, sondern auch der Ortsteil Großsachsen mit einbezogen werden, um ein möglichst breites Meinungsspektrum und auch eine hohe Informationsdichte zu erhalten. Diejenigen, die bereits bei der ersten Verteileraktion einen ausgefüllten Flyer zurückgegeben haben, dürfen sich selbstverständlich nochmals beteiligen und einen weiteren Flyer ausfüllen.

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Ziel ist es die breite Bürgerschaft für dieses Thema zu sensibilisieren und sie mit ihren Ideen und Anliegen in den Überlegungs- und späteren Planungsprozess mitzunehmen und einzubeziehen. Für uns ist dies ein wichtiges Angebot zur frühzeitigen Bürgerbeteiligung. Es ist uns wichtig zu erfahren, wie sich die Bürger/Bürgerinnen die Veränderungen bei den Gebäuden und Freiflächen und die künftige Entwicklung des Gewerbes vorstellen.

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Der CDU Gemeindeverband freut sich somit auf alle Meinungen und Ideen zur Gestaltung der künftigen Ortsmitte Leutershausen. Die CDU-Ansprechpartner (stehen alle auf dem Flyer) nehmen sie gerne bis Ende September entgegen. Natürlich können die Bürger/Bürgerinnen ihre Antworten auch gerne per Post an die 1. Vorsitzende Uschi Pschowski, Haagackerweg 2c oder den Fraktionsvorsitzenden Dr. Jörg Boulanger, Buchenweg 2 senden. Um im Zeitplan für das weitere Vorgehen bleiben zu können, wird um Rückgabe der ausgefüllten Flyer bis Ende September gebeten.

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Nach Auswertung der Bürgeranregungen beabsichtigt die CDU Hirschberg, Anfang Oktober eine Informationsveranstaltung im Feuerwehrhaus Leutershausen durchzuführen bei welcher diese den interessierten Bürgern/Bürgerinnen dargestellt werden,  aber auch Raum für weitere Vorschläge bzw. Konkretisierungen bleibt. Danach wird der Gemeindeverband über die Fraktion die Resultate als Grundlage für eine Beratung im Gemeinderat einbringen. cw

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Pressebericht aus Weinheimer Nachrichten vom 18. Juli 2011

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Hirschberg. Seit geraumer Zeit machen sich Gemeindeverband und Gemeinderatsfraktion der CDU Gedanken über die Ortsmitte von Leutershausen, was als ein dringendes Problem von Hirschberg angesehen wird.  Am letzten Samstag war es dann so weit - eine Reihe Mitglieder sowie Bürgermeister Manuel Just waren eingeladen bei der öffentlichen Präsentation des neuen Flyers mit der Aufschrift „Wir gestalten mit Ihnen die Zukunft“ an der Leutershausener Markthalle dabei zu sein. „Mit Ihnen gestalten - das meinen wir mit unserem dreiteiligen Faltblatt wörtlich“, bekräftigte der stellvertretende CDU-Vorsitzenden Christian Würz. Damit sei die Bürgerbeteiligung an der zukünftigen Gestaltung einer attraktiven Leutershausener Ortsmitte gemeint. „Ihre Antworten und Vorschläge sind uns wichtig“, sagte Würz und zeigte dabei bedeutungsschwer auf den Flyer.

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Zur Vorsitzenden Uschi Pschowski gewandt sagte Ilse Pfisterer: „Bei unserer Reise an die Röhn waren wir überrascht, wie schön dort die Ortsmittelpunkte der Dörfer sind. Unsere Gemeinde könnte sich hier ein Beispiel nehmen.“ Auf jeden Fall fand sie es positiv, dass die Bevölkerung von der CDU aktiv an der Meinungsbildung beteiligt werde.

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„Wo ist überhaupt unsere Ortsmitte?“, wollte ein anderer Bürger vom Fraktionsvorsitzenden Dr. Jörg Boulanger wissen. „Die Ortsmitte umfasst den Bereich Bahnhof-, Raiffeisen-, Hölderlin- und Fenchelstraße“, antwortete er. Und bevor die Gemeinde Planungen in Gang setze, wolle man auch von den Bürgern wissen, was aus den frei werdenden Flächen und Gebäude, wie Feuerwehrhaus, Bauhof und Schillerschule, geschehen solle. In dem Flyer, der in den nächsten Tagen an alle Haushaltungen verteilt wird, ist ein umfassender Fragenkatalog zu diesem Problem enthalten. Bis nach der Sommerferien werde die CDU die Fragen auswerten und bekanntgeben.

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Der unabhängige Bürgermeister Just unterstützt die Befragung der CDU und ergänzte, dass man mit der Gemeindebücherei in die Schillerschule umziehen wolle, was auch wieder für die Geschäfte von Nutzen sei. Überhaupt solle es zukünftig eine gute Mischung aus Wohnen, Grünflächen und Gewerbe für unseren Ortsmittelpunkt geben, so der Rathauschef. Zum Schluss bedanke sich Uschi Pschowski bei allen, die an dem Flyer mitgearbeitet hätten und bei Karina Mayer für dessen Gestaltung. ef

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Presse von Redakteur Hans-Peter Riethmüller aus Weinheimer Nachrichten

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LEUTERSHAUSEN. Wenn es um Wirtschaft oder Straßenbau geht, dann meldet sich Karl Schnell im Gemeinderat zu Wort. In diesen Punkten kennt sich der Unternehmer aus.

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Heute feiert der gebürtige Baden-Badener seinen 60. Geburtstag. Nach der Schule absolvierte Schnell von 1966 bis 1969 eine Lehre als Starkstromelektriker beim Badenwerk in Karlsruhe. Nach kurzer Gesellenzeit trat er mit 18 Jahren ins elterliche Unternehmen ein, das sein Vater Josef 1955 gründete. 1964 kam der Kabelleitungstiefbau für die Firma hinzu und hier fand der Jubilar ab 1969 sein Betätigungsfeld. 1975 legte er die Elektromeisterprü-fung ab. Seine Tätigkeit im Kabelbau an der Bergstraße war Anlass, 1975 zunächst eine Niederlassung in Hirschberg zu gründen, die 1980 in ein selbstständiges Bauunternehmen in der Firmengruppe umgewandelt wurde.

Der Betriebsleiter Karl Schnell übernahm die Firma mit 15 Mitarbeitern. Zusammen mit seiner Frau Hannelore, die er 1972 heiratete, baute er die Firma zur heutigen Größe mit knapp 60 Mitarbeitern aus. 1985 drückte der Jubilar erneut die Schulbank und legte in Dortmund die Prüfung zum Straßenbaumeister ab. 1989 wurde er Geschäftsführer des Hirschberger Unternehmens.

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Schnell engagierte sich auch außerhalb seiner Firma. So war er von 1987 bis 2002 im Gesellenprüfungsausschuss der Bauinnung Mannheim; zwölf Jahre war er zudem im Vorstand der Bauinnung. 1996 wurde er in den Aufsichtsrat der Volksbank Weinheim gewählt, dem er bis heute angehört. Ehrenamtlicher Richter am Mannheimer Arbeitsgericht ist er ebenfalls. Seit Jahren arbeitet der Jubilar „an der Front" für die CDU Hirschberg sowie für den Bund der Selbstständigen. Seit 2001 sitzt er im Gemeinderat und nahm den Platz von Ehrenbürger Alfons Holzmann ein. Einen Ausgleich neben den ehrenamtlichen Tätigkei­ten findet Schnell, der Vater von zwei Kindern ist, in seinen Hobbys wie Kochen und Golfspielen. hr

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Presse von Hans-Peter Riethmüller aus Weinheimer Nachrichten

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HIRSCHBERG. An Selbstbewusstsein mangelt es Bürgermeister Manuel Just bestimmt nicht. An einem ehrgeizigen Zukunftsplan auch nicht. 90 Minuten sprach er am Donnerstag beim CDU-Gemeindeverband im Anbau der Alten Turnhalle über die „erste Halbzeit" seiner Amtsperiode, wobei der Rückblick 60 und der Ausblick 30 Minuten dauerte. Eines wurde dabei klar: Hirschberg gehen die Großprojekte nicht aus. Und der 32-Jährige wird weiter ein hohes Tempo vorgeben, möglicherweise über die Zeit nach 2015, dem Jahr der nächsten Bürgermeisterwahl, hinaus. Seine neue Kandidatur spielte an diesem Abend zwar keine Rolle, auf eine entsprechende Bemerkung des stellvertretenden CDU-Vorsitzenden Christian Würz hin lächelte er jedoch vielsagend.

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Schulden verdoppeln sich

ÖPNV (S-Bahn, OEG und Bus), Kinderbetreuung, städtebauliche Entwicklung sowie Ökologie und Energie sind für den Rathauschef die Schlüsselthemen für die nächsten fünf bis zehn Jahre. Für Kindergärten und Kanal gibt die Gemeinde in den nächsten Jahren jeweils sechs Millionen Euro aus. Damit den Leutershausenern bei Starkregen nicht immer die Keller volllaufen, kündigte er sieben Baumaßnahmen an. Da in Großsachsen die Kanäle in den letzten Jahren saniert wurden, beschränke sich das Problem auf Leutershausen. Das Investitionsprogramm für die Kindergärten wurde gerade im Gemeinderat beschlossen. „Da geht eine dritte Halle eben nicht", betonte Just abermals.

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Hirschberg investierte in den letzten vier Jahren kräftig. 7,5 Millionen fürs Hilfeleistungszentrum, Seniorenzentrum, Neubaugebiet „Sterzwinkel", Kleinkindkrippe, OEG, Kanal, Schulen - die Liste ist sehr lang. Thilo Sekol nahm dies zum Anlass, Just eine „dramatische" Verschuldung vorzuwerfen. 2007 starte dieser mit 1,3 Millionen Euro, Ende 2010 waren es 2,6 Millionen, mittelfristig steigt die Zahl auf fünf Millionen. „Passt dies zu Ihrem Ziel der seriösen Haushaltspolitik?", hakte Sekol nach. Neue Baugebiete und neue Straßen kosten auch in Zukunft Geld, klagte Sekol. „Schulden macht keiner gerne. Es ist aber die Frage, wofür man sich verschuldet. Mir ist zudem wichtig, dass die Verschuldung nachhaltig abgebaut wird", entgegnete der einstige Kämmerer in Rauenberg. Daher wählte die Gemeinde eine Tilgungsrate von zehn Prozent, um bald wieder Spielraum für die Zukunft zu erhalten. Just erwähnte zudem den „Projektstau", der unter seinem Vorgänger Wemer Oeldorf entstanden war, weil dieser seinem Nachfolger die Entscheidungen nicht vorwegnehmen wollte.

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Klar, dass der ehemalige Kämmerer an Schulden knabbert. Daher legte er den Christdemokraten auch ein Aufgabenprogramm vor, um Geld einzunehmen. So will er die zwei Feuerwehrhäuser und das Bauhoflager gegenüber dem Rathaus verkaufen.

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In der ehemaligen Schillerschule plant er das Unterbringen von Gemeindebücherei,  Jugendcafe" und Wohnungen. Für die Sanierung rechnete Just mit 750 000 Euro. Und auf dem Parkplatz in der Fenchelstraße soll Betreutes Wohnen mit 28 Einheiten entstehen; Investoren gebe es bereits.

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Auf zwei Sonderthemen ging er kurz ein. Dabei handelte es sich um den Ortsmittelpunkt in Leutershausen rund um die Raiffeisenstraße; hiermit möchte der 32-Jährige ins Landessanierungsprogramm. Bei der leidigen Ortsrandstraße, die schon 1952 im Großsachsener Gemeinderat erwähnt wurde, gibt es so hingegen keine schnelle Lösung. Für den Bürgermeister sei der Bund am Zug: „Der Bund hat in der B 3 ein Problem und soll dies auch lösen."

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Sieben Wahlziele zu Amtsantritt

Sieben Ziele hatte sich Just zum Amtsantritt am 1. Juli 2007 vorgegeben. In seiner Zwischenbilanz fand sich hinter allen Punkten ein roter Haken. „Wir haben Ziele in Teilen erreicht. Es ging vorwärts in der Gemeinde, auch wenn wir uns verschuldet haben", verkündet er mit Stolz und erntete hierfür Beifall.

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Auf die Frage, ob ihm der Job noch Spaß mache, antwortete der Bürgermeister ganz klar: „Ich bin nach wie vor am richtigen Ort und im richtigen Job." hr

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Presseauszug von Annette Schröder aus Rhein-Neckar-Zeitung (RNZ) vom 4. August 2010

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Hirschberg. (ans) Das Seniorenzentrum samt Kinderkrippe stand gestern nicht nur in der Mitte der Tagesordnung, sondern auch in der Mitte des Bürgersaals. Zumindest in Form eines Modells. Das merkte Bürgermeister Manuel Just in der Sitzung des Ausschusses für Technik und Umwelt (ATU) an. Einmütig stimmte dieser den Bauanträgen sowohl für das Pflegeheim mit 48 Pflegeplätzen als auch für die Kinderkrippe zu. Für das „Betreute Wohnen" (mit 27 Wohnungen) bedurfte es keiner Zustimmung des Ausschusses, da er die Pläne lediglich zur Kenntnis nehmen musste.

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Wie Just erläuterte, werde die maximale Grundflächenzahl von 0,6 (also eine Maximal-Bebauung von 60 Prozent), über die man viel diskutiert habe, in Gänze eingehalten. Also auf dem kompletten Seniorenzentrum-Areal, das nördlich des Marktplatzes in Großsachsen liegt. Insgesamt nimmt die Bebauung nun 57 Prozent ein. Von der Grundstücksfläche, die rund 5700 Quadratmeter groß ist, werden zirka 3200 in Anspruch genommen. Auf das Pflegeheim entfallen etwa 1400 Quadratmeter, auf das Betreute Wohnen rund 900 Quadratmeter und auf die Kinderkrippe 360. Der historische „Wasserturm", der in das Gesamtkonzept integriert wird und ein Besprechungszimmer erhält, nimmt rund 22 Quadratmeter ein, die Nebenanlagen 527.

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Nachdem Just noch einmal die Einzelheiten des Bauantrags für das Pflegeheim erläutert hatte, urteilte er: „Ein gelungenes Projekt und Objekt, das sich hier schön einfügen wird."

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Auch Dr. Jörg Boulanger (CDU) freute sich, unter anderem darüber, dass die Vorgaben des Bebauungsplans eingehalten würden. Und darüber, dass man in diesem Bereich die festgesetzte Grundflächenzahl mit 0,5 deutlich unterschreite. Aus seiner Sicht war es außerdem erfreulich, dass der Investor, die FWD Hausbau, und der Betreiber, die Evangelische Heimstiftung, den Bauantrag gemeinsam gestellt hatten. „Das spricht für ein produktives und kooperatives Zusammenwirken."

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So einmütig wie der Bauantrag für das Pflegeheim passierte auch derjenige für die Kinderkrippe das Gremium. Den Antrag hatte der Verein „Postillion" gestellt, der die Krippe betreiben wird.

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Mit diesen Bauanträgen schließe sich nun der Kreis, befand der Bürgermeister. Im ersten halben Jahr hätten die Gemeinderats- und Ausschussmitglieder schon viel geleistet. Nun blickte Just in der letzten ATU-Sitzung vor der Sommerpause auf das zweite Halbjahr voraus, in dem mit dem Bau dieses für die Gemeinde „he­rausragenden Gebäudes" begonnen werden soll.

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Fraktionsvorsitzender der CDU Dr. Jörg Boulanger betonte in der Gemeindratssitzung zum Seniorenzentrum: „Wir halten es für richtig, dass trotz des hierfür zulässigen vereinfachten Verfahrens eine Beteiligung der Öffentlichkeit wie im Bebauungsplanverfahren mit allen gesetzlichen Schritten stattfindet. Damit ist gewährleistet, dass alle betroffenen Bürgerinnen und Bürger wie Organisationen und Vereine ihre Meinung in der Form von Stellungnahmen, Anregungen und Einwendungen zu der Planung vorbringen können.

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Hierzu gehören insbesondere die Bedenken, die seitens des TVG Großsachsen vorgebracht werden.“ Bürgermeister Manuel Just ist eingehend darauf eingegangen: „Wir nehmen diese Bedenken sehr ernst.“ Nach unserer Meinung stehen sie aber dem an diesem geeigneten Ort geplanten Seniorenzentrum und damit dem erforderlichen Bebauungsplan–Aufstellungsbeschluss nicht entscheidend entgegen.

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Bemängelt wurde in der CDU Fraktion, dass die schriftliche Fassung bisher keinerlei Aussage zur künftigen oder vorgesehenen Energieversorgung des SZ bzw. der Tagesstätte getroffen ist. Es fehlt die Ansprache zum Einsatz von Geothermie, Solarenergie bzw. Solarthermie, Photovoltaik, Regenwassernutzung bei der Energieversorgung. Wir haben hierüber im ATU bzw. baubegl. Ausschuss schon diskutiert.

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Die CDU Fraktion ist der Auffassung, dass richtungsweisende Hinweise und Feststellungen zu diesem wichtigen Planungsthema schon im frühen Plaungsstadium erfolgen müssen, damit rechtzeitig die Weichen für eine bauliche Einbindung solcher Energieversorgungsarten gestellt werden können.

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Wir beantragen deshalb, die schriftliche Fassung zur Offenlage mit einem Bericht zur Energieversorgung unter Beachtung der angesprochenen Versorgungsarten zu ergänzen.

Dem Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplans zur Innenentwicklung gem. § 13 a BauGB und der Beteiligung der betroffenen Behörden bzw. Träger öff. Belange und der Öffentlichkeit im Rahmen der Offenlage stimmen wir zu.

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„Mit der Zustimmung zum ursprünglichen Antrag haben wir die Entscheidung für die Weiterführung unserer Martin-Stöhr-Hauptschule als Werkrealschule im Kooperationsmodell mit Heddesheim getroffen. An dieser Grundsatzentscheidung hält die CDU Hirschberg fest. Wir haben aber ein Gesetz, das für uns maßgeblich ist. Wenn wir uns daran halten, tragen wir unserer Verantwortung gegenüber den Hauptschülern in Hirschberg und ihren Eltern Rechnung und sichern so langfristig die Schulstandorte Hirschberg und Heddesheim für die künftigen Schülerjahrgänge der Klasen 5 -10.

Wir bedauern, dass das Kultusministerium und Schulverwaltung diesem Antrag nicht entsprechen werden. Auf die Gründe hierfür möchte ich nicht eingehen. Völlig verfehlt und unserer Verantwortung gegenüber unseren Hirschberger Schülern nicht gerecht ist es, wenn wir jetzt alternativlos gegen die neue Werkrealschule und die gesetzliche Regelung in Baden-Württemberg wettern. Die jetzigen und künftigen Hirschberger (und auch Heddesheimer) Hauptschüler lassen wir damit „im Regen“ stehen. Sie wären die Leidtragenden des Auslaufmodells Hauptschule, die in wenigen Jahren nicht mehr existieren wird. Vom Bildungsangebot der neuen Werkrealschule sind sie auf Dauer ausgeschlossen, wenn sie in Hirschberg bzw. Heddesheim bleiben. Logischerweise sind sie dann gezwungen, auf Werkrealschulen in der Umgebung abzuwandern. Das führt zwingend dazu, dass der Schulstandort Hirschberg – wie Heddesheim – für die Schuljahrgänge 5 – 10 verloren geht.

Wollen diejenigen, die sich jetzt gegen den modifizierten Antrag ausgesprochen haben, ein solches Desaster für unsere Schüler wirklich in Kauf nehmen?

Der modifizierte Antrag, über den wir heute zu entscheiden haben, wird zum angestrebten Ziel der Einrichtung der neuen Werkrealschule in Hirschberg und Heddesheim mit Hauptstandort in Hirschberg führen. Die bildungspolitischen Argumente unseres ursprünglichen Antrags sind selbstverständlich Grundlage der Modifizierung. Damit wird auch das ursprüngliche Ziel erreicht.

Die Vorzüge des bildungspolitischen Angebots der neuen Werkrealschule wiegen die zusätzlichen organisatorischen Erfordernisse, die durch den jährlichen Wechsel des Standorts für die Klassen 8 und 9 entstehen, bei weitem auf. Man kann ernsthaft wohl nicht von einer unzumutbaren Belastung der Schüler in den Klassen 8 und 9 im Alter von 13 bzw. 14 Jahren sprechen, wenn sie zum Unterricht von Hirschberg nach Heddesheim bzw. umgekehrt fahren müssen. Wir sind sicher, dass die Gemeinden als Schulträger und die Schulverwaltungen den erforderlichen Mehraufwand bewältigen werden, um den Schulstandort Hirschberg/Heddesheim für unsere Schüler in der Werkrealschule zu erhalten und zu sichern.

Bei dieser Sachlage und in der Verantwortung für unseren Kompetenzbereich in den anstehenden schulischen Fragen kommt aus den dargelegten Gründen für die CDU Fraktion keine andere Entscheidung in Betracht  als die Zustimmung zum Vorschlag der Verwaltung.“

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Presse von H.-P. Riethmüller aus Weinheimer Nachrichten vom 16. Dez. 2009

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Gemeindefinanzen nicht gefährdet

 

HIRSCHBERG. Der dramatische Rückgang der Wirtschaftsleistung trifft die Gemeindefinanzen 2010 voll. Gemeinderat Ferdinand Graf von Wiser, der erstmals die Haushaltsrede für die CDU hielt, mahnte daher zu Vorsicht und Augenmaß. Besorgniserregend empfand er den Rückgang aus Steuern und Zuweisungen gegenüber 2008 um über 2,8 Millionen Euro. Diese stellen Verwaltung und Gemeinderat vor große Herausforderungen.

Einen Haushalt über 21,7 Millionen Euro angesichts der momentanen Situation hielt er dennoch für angemessen. Schließlich sei man bei Großprojekten, wie etwa das Hilfeleistungszentrum, voran­gekommen.

Der CDU-Gemeinderat, der den Haushalt 2010 befürwortete, verteidigte in seiner Rede auch den Antrag für ein Nutzungskonzept für den Bereich Hauptstraße/Raiffeisenstraße/Schillerstraße. „Wir wissen, wie lange solche Prozesse dauern", ergänzte er. Ungern habe die CDU der Erhöhung der Grundsteuer B zugestimmt, gleichwohl sei die Belastung von Grundstückseigentümern und Mieten vertretbar. Maßvoll empfand er auch die Erhöhung des Wasserpreises.

Trotz der hohen Kreditaufnahme von 1,1 Millionen Euro sieht Graf Wiser die Finanzsituation nicht gefährdet. Einen jährlichen Schuldendienst von 230 000 bis 250 000 Euro empfand er als Ansporn, zukünftiges Einnahmepotenzial aus den strukturellen Veränderungen durch das HLZ optimal zu nutzen. Die CDU hält laut Graf von Wiser am Bau der dritten Trainingshalle fest, für die 600 000 Euro im Jahr 2013 eingestellt werden. Abhängig von der Erholung der Wirtschaft und der Stabilisierung der Gemeindefinanzen ist für ihn aber klar, dass vor den Jahren 2012/2013 keine Spielräume bestehen. hr

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Presse von Annette Schröder aus Rhein-Neckar-Zeitung (RNZ) vom 26 Nov. 2009

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Hirschberg. (ans) Es war ein langer Dienstagabend für den Gemeinderat. Die öffentliche Sitzung, die die Hauhaltsberatungen für 2010 umfasste, dauerte vier Stunden. Und am Schluss stand eine sensationelle Entscheidung zugunsten der Trainingshalle. Mit zehn (Freie Wähler, CDU und FDP) zu sieben (GLH, SPD, Bürgermeister Manuel Just) Stimmen sprach sich der Gemeinderat dafür aus, in die mittelfristige Finanzplanung für 2013 genau 600 000 Euro aufzunehmen.

Die Verwaltung hatte sich nach diesbezüglichen Anträgen von CDU und Freien Wählern dagegen ausgesprochen, da sie vor dem Hintergrund der Finanz- und Wirtschaftskrise im Zeitraum der mittelfristigen Finanzplanung derzeit keine Realisierungschance auf Kosten der Gemeinde sehe. Während die CDU zunächst einen Planansatz von einer Million Euro, verteilt auf die Jahre 2011 bis 2013, verfolgte, schloss sie sich dem dann erfolgreichen Antrag der Freien Wähler an.

Gemeinderat Matthias Dallinger (CDU) machte deutlich, dass es bei der geplanten Trainingshalle nicht um einen „Luxusbau" gehe, sondern um die „Realisierung einer Notwendigkeit". Er widersprach außerdem Eva-Marie Pfefferle (SPD), die noch eine Klärung der Standortfrage und der Betriebskosten durch Leistungen der Vereine gefordert hatte. Es habe durchaus schon Planungen und Verständigungen zwischen den Sportvereinen gegeben, zu denen auch die SPD-Fraktion eingeladen gewesen sei.

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Pressebericht von Matthias Dallinger aus WN vom 4. Okt. 2008

Hirschberg. In einem Treffen der Fraktion und des CDU-Vorstandes ging es einmal mehr um die Verwirklichung des Neubaugebiets "Sterzwinkel". Es werde Zeit, dass nun die Gegner und Kritiker ihre naive Verweigerungshaltung aufgeben und versuchen, konstruktiv ihre Bedenken zu formulieren. "Wir laden alle ein, an einer zukunftsfähigen Gestaltung des Gebietes mitzuwirken, wir akzeptieren aber keine Blockade von Entscheidungsprozessen wie die Gegner der Umlegung dies immer wieder praktizieren", formuliert der Fraktionsvorsitzende Dr. Jörg Boulanger die derzeitige Situation. Seine Argumentation geht noch weiter: "Vielleicht sind es ja die ökologischen Themen die längst von der CDU belegt - und somit für die Gegner aus dem "Grünen Lager" nicht mehr einforderbar sind, die zu dieser Boykothaltung führen?" Die zeitgemäße Einbeziehung von Geothermie, ökologischem Bauen, Solartechnik und Blockheizkraftwerk wurde frühzeitig durch die CDU als Grundlage des Baugebietes eingefordert.

Nicht abhängen lassen

Besonders dreist wurde die Bevölkerung durch eine bewusst verzerrte und unrealistische Fotomontage verunsichert, so die CDU. "Dies ist in hohem Maße undienlich und schadet unserer Gemeinde im Ganzen. Die Vorgaben des Bebauungsplans garantieren ein harmonisches Bild und eine Integration in das vorhandene Ortsbild", äußerte sich Gemeinderat Martin Heinrich Bitzel zu der Bild-Veröffentlichung. "Hirschberg ist eine bevorzugte Wohngemeinde, wenn wir uns nicht weiterentwickeln werden wir von den Nachbargemeinden abgehängt", meinte auch der Vorsitzende Andreas Jäck. "Mit 7,5 Hektar inclusive der Verkehrs- und Ausgleichsflächen ist die Planung, gemessen an der Gemarkungsfläche Hirschbergs von etwa 1250 Hektar, eher als zurückhaltend zu bewerten. "

Die Verwaltung mit Bürgermeister Just habe eine hervorragende Vorarbeit geleistet, die im Gemeinderat eine breite Mehrheit gefunden hat. Diese Arbeit muss nun zeitnah weitergeführt werden. Polemik und Fehlinformation seien hier unangebracht. Insbesondere die Entwicklung beider Teilgebiete Sterzwinkel I und II bietet Entwicklungspotential und spare obendrein Kosten. Seit nunmehr 30 Jahren wurde im Ortsteil Großsachsen keine nennenswerte Umlegung ausgewiesen. Dass in Hirschberg hierfür Bedarf besteht, zeige die Belegung der Baugebiete Platanenstraße, Endweg und Lörscher Weg, wo sich vermehrt junge Familien mit kleinen Kindern ansiedeln. Diese Situation entkräftet auch das Argument Hirschberger Bauland sei zu teuer. Insgesamt sei die CDU der Meinung, dass "Sterzwinkel I und II" die Zukunftsfähigkeit und die Infrastruktur in Hirschberg nachhaltig verbessern wird.

Die gemischte Nutzung als Wohn- und Gewerbegebiet führt dazu, dass die vergleichsweise hohe Kaufkraft, die in der Gemeinde liegt, zumindest teilweise im Ort gehalten werden kann. Insbesondere die Ansiedlung eines Verbrauchermarktes ist für die Entwicklung des Ortsteil Großsachsen und für die Sicherung der Grundversorgung der Bevölkerung unumgänglich. Dabei betont die CDU, dass dies keinesfalls gegen den bestehenden "Edeka-Markt" gerichtet ist, sondern dass vielmehr im Dialog mit Geschäftsinhaber und Zulieferer eine Lösung gefunden werden muss. Im besten Fall könne dies sogar ein Großmarkt mit einem Filialmarkt in der Ortsmitte sein. Ein krampfhaftes Festhalten an nicht zukunftsfähigen Strukturen führe im Endeffekt dazu, dass irgendwann kein Lebensmittelmarkt mehr vorhanden sein wird. Insgesamt werden "Sterzwinkel I und II" einen Beitrag zur Stärkung der Gemeinde leisten. Die CDU verschließt sich aber auch nicht kritischer Argumentation. Wenn Bürger Bedenken haben, so möchte man die Argumente aufnehmen. Im Dialog sollen Chancen und Risiken bewertet und eine tragfähige Lösung gefunden werden. Ingesamt steht die CDU aber zu ihrer Entscheidung und appelliert nun an die Kritiker, ihre Verweigerung aufzugeben. md

 

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Pressebericht aus Weinheimer Nachrichten vom 16. Sept. 2008

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Hirschberg. Die Hirschberger, insbesondere die Großsachsener hadern nach wie vor mit dem zweigleisigen OEG-Ausbau, der Ende 2009 starten soll. Dies zeigte sich nach dem Gespräch zwischen Bürgern und der CDU-Fraktion. Ursprünglich wollten die Christdemokraten mit den Bürgern die Strecke zwischen den zwei Ortsteilen begehen. Doch der Regen machte den Teilnehmern einen Strich durch die Rechnung. Kurzerhand wurde das Gespräch ins Großsachsener Feuerwehrhaus verlegt, wo Kreis- und Gemeinderat Martin Heinrich Bitzel die Pläne auslegte und den Computer hochfuhr. Neben Bitzel standen auch die Gemeinderätin Karin Kunz und Gemeinderat Karl Schnell den Bürgern Rede und Antwort.

Kreisrat Bitzel erläuterte kurz die Vorgeschichte, die Planungen und die Kostenverteilung. "Politisch ist das Beschleunigungsprogramm gewollt. Aber wir wollen auch haben, dass die Bürger keine Nachteile erfahren. Wir können keine Lösungen anbieten, sondern nur Anregungen sammeln und sie dann vortragen", sagte Bitzel, der auch auf das allgemeine Eisenbahngesetz einging, welches dem Schienenverkehr ein privilegiertes Interesse einräumt. Kritik übte er in diesem Zusammenhang an der RNV, die immer wieder behauptet, dass bei der Planung das Allgemeininteresse höher einzustufen sei als das Einzelinteresse. "Das ist doch ein Totschlag-Argument", klagte Bitzel.

Das interessiert in Hirschberg

Wichtige Themen für die Hirschberger sind der Flächeneingriff, die Zufahrten zu den Grundstücken, der Schallschutz, die Entwässerung oder die Schließung der Bahnübergänge. Dies zeigte sich bereits bei den Sprechstunden, die die RNV im Hirschberger Rathaus abgehalten hatte (wir berichteten).

CDU-Gemeinderat Bitzel rechnet mit sehr vielen Einsprüchen der Bürger. Die Verwaltung hat darauf bereits reagiert und nimmt den Punkt OEG-Ausbau am Dienstag von der Tagesordnung des Technischen Ausschusses. Der Ausbau wird am 23. September auf einer Sondersitzung des Gemeinderats besprochen. Die Entscheidung über die Einsprüche trifft dann das Regierungspräsidium in Karlsruhe.

Für den Ausbau zwischen Schriesheim und Weinheim zahlt die Gemeinde Hirschberg 1,3 Millionen Euro; die Gesamtmaßnahme kostet rund 59 Millionen Euro. Dieser Ausbau bringe viele Vorteile, wie etwa den effizienteren Einsatz der Züge und die Verbesserung der Pünktlichkeit.

Grundsätzlich soll der Öffentliche Personennahverkehr dadurch gestärkt werden. Auch auf den Wegfall des Pfeifens zwischen den beiden Hirschberger Orsteilen Großsachsen und Leutershausen wies der Kommunalpolitiker hin.

Nadelöhr Großsachsen ungelöst

Ein Hirschberger sorgte sich angesichts der Taktverdichtung um die Querung der B 3. Künftig käme man dann gar nicht mehr heraus. Bürgermeister-Stellvertreterin Karin Kunz konnte ihn aber beruhigen. Die Taktverdichtung gilt zunächst für die Zeit zwischen 7 und 9 sowie zwischen 15 und 17 Uhr.

Hitzig ging es beim Thema Ortsdurchfahrt Großsachsen zu. "Warum gibt die Gemeinde 1,3 Millionen Euro aus? Wir finanzieren so das Verkehrschaos", kritisierte Landwirt Richard Schröder. Mit dem OEG-Ausbau löse die Gemeinde nämlich das Problem nicht. Dies weiß auch Gemeinderat Bitzel und pflichtete ihm bei. Dr. Hans Kruse wetterte ebenfalls gegen das Projekt, er hielt es wie viele andere im Feuerwehrsaal für sinnlos. Was passiert eigentlich mit dem OEG-Takt, wenn es in Großsachsen wieder einmal einen Stau gibt, wollten die Bürger wissen.

Der Großsachsener Bauer Hans Mayer ärgerte sich ebenfalls über das Schließen der Bahnübergänge. Die Landwirte müssten nun Umwege über Lützelsachsen oder das Wohngebiet in Kauf nehmen. "Derjenige, der das geplant hat, ist die Strecke einmal abgefahren. Wir fahren sie täglich mehrfach", schüttelte er nur den Kopf über die Baumaßnahme, die mit "Brachialgewalt" durchgesetzt werde.

Zudem klagte er über die hohen Kosten. "Rechnen Sie mal runter, wie hoch der Zuschuss für jeden einzelnen Fahrgast am Ende ist", hakte Mayer nach. hr

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Wo können ausgefüllten Flyer für die Ortsmitte Leutershausen abgegeben werden?

Der CDU Gemeindeverband freut sich auf alle Meinungen und Ideen bezüglich der Ortsmitte Leutershausen. Die CDU-Ansprechpartner (stehen auf dem Flyer) nehmen gerne alle Ideen und Meinungen entgegen.

Oder direkt per Post an den CDU Gemeindeverband Hirschberg, z.H. Uschi Pschowski, Haagackerweg 2c, 69493 Hirschberg senden.

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RNZ-Interview von Annette Schröder vom 1. Juli 2011

Hirschberg. Heute vor vier Jahren trat ein 28-jähriger Bürgermeister in Hirschberg seine Amtszeit an. Im RNZ-Interview zieht Manuel Just nun Halbzeit-Bilanz, schätzt die Erfüllung seiner Wahlversprechen ein und spricht über Großprojekte. Außerdem verrät er, ob er unter die Häuslebauer gehen will.

Herr Just, auch nach vier Jahren noch im richtigen Ort und Job?

  • BM Just: Eine kurze und klare Antwort: Ja.

In der jüngsten Zeit fiel allerdings ein rauerer Ton im Gemeinderat auf. Sie ermahnten zu mehr Sitzungsdisziplin. Hat sich Ihr Verhältnis zum Gremium verschlechtert?

  • BM Just: Nein. Ich glaube, dass wir nach wie vor ein gutes und offenes Verhältnis haben. Die Belastung der Gemeinderäte ist momentan hoch: Wir haben eine Vielzahl von anspruchsvollen, schwierigen Themen und lange Sitzungen. Da wird das eine oder andere schon sensibler gesehen. Ich habe auch Verständnis für emotionale Reaktionen, aber ich erwarte trotzdem eine gewisse Sitzungsdisziplin.

Waren Sie enttäuscht, dass das Biotopvernetzungskonzept gescheitert ist? Schließlich haben Sie ja dafür gestimmt.

  • BM Just: Mir ist es wichtig, dass die Mitglieder des Gemeinderats im Vorfeld wissen, wo Verwaltung und Bürgermeister hinwollen. Natürlich ist es schade, wenn man Überlegungen gemacht hat und von der guten Sache überzeugt ist, dann aber keine Mehrheit erhält. Die Entscheidung habe ich als Demokrat aber zu akzeptieren.

Andere Projekte haben Sie trotz mancher Diskussion erfolgreich auf den Weg gebracht wie - zusammen mit Ihrem Amtsvorgänger Werner Oeldorf -das Kommunale Hilfeleistungszentrum. Läuft diesbezüglich alles zu Ihrer Zufriedenheit?

  • BM Just: Ja. Es ist ein großes Projekt für die Gemeinde, die Kosten sind dabei nicht zu vernachlässigen. Das ist auch Thema im Ort. Schließlich handelt es sich um viel, viel Geld, das aber zielführend eingesetzt wird. Man darf auch nicht unterschätzen, welche Türen mit dem Bau für den Rest des Ortes geöffnet werden. So das Projekt wird der Schlüssel für eine städtebauliche Entwicklung der Gesamtgemeinde - mit den Feuerwehrhäusern und dem Bauhof.

Apropos: Wie weit sind denn die Planungen für diese frei werdenden Gebäude?

  • BM Just: Wir sind gut beraten, wenn wir uns erst einmal mit den aktuellen Großprojekten wie dem zweigleisigen OEG-Ausbau, dem Kommunalen Hilfeleistungszentrum und dem Seniorenzentrum befassen. Das würde sonst auch die Kapazitäten der Verwaltung überschreiten. Dennoch werden wir die Zeit für Überlegungen nutzen. Für die Feuerwehrhäuser gibt es nach wie vor zwei, drei interessierte Investoren. Ich bin mir sicher, dass wir für sie eine gute Lösung finden. Wobei sich die Lösung für Großsachsen, eventuell sogar mit Wohn- und Gewerbeeinheiten, einfacher gestalten wird. Beim Feuerwehrhaus Leutershausen haben wir eine andere Situation. Hier müssen wir das Gesamtumfeld bis hin zur alten Schillerschule gemeinsam entwickeln. Dieses Gebiet stelle ich mir als künftigen Ortsmittelpunkt vor.

Besonders stolz sind Sie ja auf das Se-niorenzentrum samt Kinderkrippe. Ist es für Sie immer noch eine „Eierlegen­de Wollmilchsau"?

  • BM Just: (schmunzelt) Ja, absolut. Der Grund, warum ich den Begriff hierfür verwende, ist, dass die Gemeinde so viele Wünsche auf einem Gelände verwirklicht. Mit dem Seniorenzentrum, der Kinderkrippe, dem Turm und dem Platz haben wir viele Lösungen auf einmal gefunden.

Bei der Entstehung wurde deutlich, dass der Bedarf an Betreutem Wohnen in Hirschberg groß ist. Daraufhin brachten Sie den Parkplatz in der Leutershausener Mozartstraße als möglichen weiteren Standort für eine solche Einrichtung ins Spiel. Wie ist der Planungsstand?

  • BM Just: Wir haben noch keinen Grundsatzbeschluss, aber ich kann jetzt schon sagen, ein weiter Teil des Gemeinderats sieht diese Lösung als zielführend und den Platz als idealen Standort an. Er hat eine gewisse Nähe zum Ortsmittelpunkt, die Wegstrecken zu den Geschäften und anderen Einrichtungen sind überschaubar. Außerdem soll es eine Verbindung zur Alten Villa und zum Garten geben - mit kleinen parkähnlichen Strukturen. Jetzt suchen wir aber erst einmal nach einer Lösung für den „Ringtausch". Denn eigentlich kann es erst losgehen, wenn der Bauhof ins Hilfeleistungszentrum und die Gemeindebücherei in die alte Schillerschule umgezogen sind. Der Umbau der alten Schillerschule wird uns eine dreiviertel bis eine Million Euro kosten. Jetzt machen wir uns erst einmal Gedanken über eine Zwischenlösung für die Gemeindebücherei. Solange ich gegenüber eines Betreuten Wohnens keinen Parkplatz für unsere Halle und unsere Schule habe, kann dieses auch nicht gebaut werden.

Wie würde denn eine solche „Zwischenlösung" für die Gemeindebücherei aussehen?

  • BM Just: Es gibt erste Überlegungen, aber dazu kann ich noch nichts sagen.

Und wenn es gelingt, eine Zwischenlösung zu finden, wie sähe dann der Zeitplan aus?

  • BM Just: Ende 2014/Anfang 2015 wäre eine Bezugsfertigkeit des Betreuten Wohnens darstellbar. Ab Mitte 2012 könnten die Planungen starten.

Sie könnten ja zum Bürgermeister der Großprojekte gekürt werden. Hätten Sie gerne den Titel?

  • BM Just: (guckt irritiert) Nein. Es liegt mir fern, mich mit einem Titel schmücken zu wollen. Mir geht es darum, Sachlösungen für Probleme herbeizuführen und machbare finanzielle Lösungen zu finden.

Welche Großprojekte streben Sie denn noch an?

  • BM Just: In den restlichen vier Jahren meiner Amtszeit stehen die Erweiterungen der Kindergärten an. Der zweigleisige OEG-Ausbau mit dem Umbau der Bahnhöfe, das Hilfeleistungszentrum, die Gemeindebücherei und das Betreute Wohnen werden uns beschäftigen, und die Kanalsanierung in Leutershausen wird ein großes Thema sein. Wenn man die nächsten vier bis zehn Jahre in ein finanzpolitisches Korsett packen möchte, dann gibt es da kaum mehr Möglichkeiten. Sollte dann dennoch Spielraum da sein, wird sich die Mehrheit des Gemeinderats für eine dritte Halle aussprechen. Dem stehe ich nicht im Weg, sie muss nur finanzierbar sein. Die Pflichtaufgaben ste­hen an erster Stelle.

Ist Hirschberg auch finanziell dafür gut gerüstet?

  • BM Just: Es ist schon eine finanzpolitische Herausforderung. Vor allem vor dem Hintergrund, dass Bund und Land dem Konnexitätsprinzip (der „Verursacher" eines Gesetzes muss für finanziellen Ausgleich der von ihm aufgetragenen Aufgabe sorgen, Anm. d. Red.) noch nicht vollständig Rechnung tragen. Aber ich denke, dass wir den Bürgern an nahezu allen Stellen Perspektiven geben konnten. Die Leute akzeptieren auch, dass wir nicht zaubern können, wissen aber auch, dass wir uns des Problems annehmen. Ich kenne kein Thema, bei dem man sagen könnte, das haben wir ausgesessen.

„Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein" (Philip Rosenthal, 1916-2001, Unternehmer) ist Ihr Motto. Hand aufs Herz, werden Sie immer besser?

  • BM Just: Das weiß ich nicht, diese Frage müssen andere beantworten. Wenn man „Erfahrung sammeln" unter „besser werden" versteht, dann bin ich besser geworden. Vor allem wird man an der einen oder andern Stelle gelassener, auch wenn man die Verantwortung jeden Tag spürt. Aber das weiß man ja im Vorfeld. Und man weiß, es gibt immer wiederkehrende Prozesse. Man lernt, mit ihnen umzugehen.

Gemessen an Ihren Wahlversprechen, welche haben Sie erfüllt?

  • BM Just: Auch wenn es etwas eingebildet klingt: Mir fällt jetzt keins ein, das ich nicht erfüllt oder in Angriff genommen hätte. Beziehungsweise vielleicht der Wunsch, das Rathaus einmal im Monat samstags zu öffnen. Das hat die Verwaltung geprüft, es würde zusätzliches Personal benötigt. Außerdem hat das Rathaus, das sich immer als Dienstleister verstanden hat, großen und positiven Zuspruch seitens der Bürger erfahren. Daher denke ich, dass es nicht erforderlich ist.

Und alles andere haben Sie erfüllt?

  • BM Just: Es ist mir nicht gelungen, einen Jugendgemeinderat zu installieren. Das wäre eigentlich mein Ziel gewesen, aber es haben sich nicht so viele zusammengefunden. Vier, fünf Personen hätten es sich vorstellen können. Familienbüro-Leiter Bernd Lauterbach hat aber Alternativen gefunden, die Jugend in die Projektarbeit mit einzubeziehen. Durch das „Jugend-Hearing" können sie sich äußern, jederzeit einklinken, aber auch ausklinken. Das ist ein adäquater Ersatz. Verwaltung und Gemeinderat wollten außerdem die Seniorenarbeit aktiver angehen. Und das ist uns auch gelungen -mit dem ersten Seniorentag, der Fragebogenaktion und dem Mittagstisch. Auch bei der Kinderbetreuung haben wir große Schritte gemacht. Hirschberg ist ein absolutes Vorbild bei der Förderung der Tagesmütter. Wir waren die ersten im Rhein-Neckar-Kreis.

Eines Ihrer Wahlversprechen war ja, dass Sie nach Hirschberg ziehen. Das haben Sie erfüllt, geheiratet, und nun bekommen Sie und Ihre Frau ein Mädchen. Wäre das nicht ein guter Zeit­punkt  über einen Hausbau  nachzudenken. Vielleicht im „Sterzwinkel"?

  • BM Just: Es ist in der Tat ein guter Zeitpunkt, aber wir suchen nicht händeringend nach einem Grundstück. Für ein Kind ist unsere Wohnung vollkommen ausreichend. Wenn wir ein zweites bekommen sollten - das können wir uns schon vorstellen -wäre sie es allerdings nicht mehr. Der „Sterzwinkel" ist eine Option. Uns haben dort auch schon Grundstücke gefallen, aber die haben entweder preislich nicht gepasst oder waren nicht abkömmlich. Für mich müsste es auch kein Neubau sein.

Wir blicken jetzt mal in die Zukunft. Womit werden Sie in vier Jahren in den Wahlkampf ziehen?

  • BM Just: Wenn es so sein sollte, dann wird es keine grundsätzliche Abkehr von den Themen geben, die wir auf den Weg gebracht haben. Beispielsweise das Eigentum zu stärken: Löst man sich von einem Gebäude, investiert man ins andere. Weitere Themen würden sein: Kleinkindbetreuung, Sanierung der Straßen, Städtebau, ÖPNV, Wirtschaftlichkeit und die weitere Unterstützung der Vereine. Die Aufgaben werden nie ausgehen.

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Bilder des Tages vom 30. Juni 2011