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Dr. Karl A. Lamers MdB

  Dr. Karl A. Lamers im:

Bundestag

 CDU-Direktmandat im:

Wahlkreis 275

                    Homepage :

www.karl-lamers.de


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Bericht von Walter Dallinger vom 07. August 2013

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Im Rolf-Engelbrecht-Haus in der Weinheimer Weststadt eröffnete der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Karl Lamers seinen Wahlkampf. Mitglieder der CDU Hirschberg hatten sich dort eingefunden, um ihn dabei zu unterstützen und eine Rede des Vorsitzenden der CDU-Bundestagsfraktion zur Wahl am 22. September zu hören.

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Beim Einmarsch wurde er und der Stargast der Veranstaltung, Volker Kauder, von einem Team der Jungen Union begleitet. In einem kurzen Eröffnungsfilm wurde der Wahlkreis Heidelberg-Weinheim  vorgestellt, den Dr. Lamers seit 19 Jahren im Bundestag vertritt und das nur weiterhin tun kann, wenn er ihn direkt gewinnt. Während seine Konkurrentinnen und Konkurrenten aus den anderen Parteien über die Landesliste abgesichert sind, kommt diese bei der CDU nicht zum Zuge.

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Dr. Lamers kennt über seine Arbeit im Verteidigungsausschuss und in Gremien der NATO viele führende Politiker und gilt in der westlichen Welt als politisches Schwergewicht, dessen Wort Bedeutung hat und stets gerne gehört wird. Er bezeichnete sich als überzeugten Wahlkämpfer, der wie ein Pferd „bereits mit den Hufen scharrt“. Den Gast des Abends Volker Kauder kündigte er mit den launigen Worten an: „Laut Grundgesetz geht die Macht vom Volke aus, bei der CDU geht sie vom Volker aus“, da er die Fraktion immer auf eine Linie bringen muss, die zudem noch mit dem Koalitionspartner FDP abzustimmen ist.

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Volker Kauder, der in Hoffenheim geboren ist und die Kurpfalz daher gut kennt, lobte die Politik der Bundesregierung, die Deutschland trotz der Euro- und Finanzkrise auf einem guten Kurs halte. Natürlich sei es für die meisten Länder des Euroraums bequemer, statt eigener Anstrengungen zum Schuldenabbau die Schulden dem deutschen Steuerzahler aufzubürden. Es dürfe keine Solidarität ohne Solidität geben. Früher habe Peer Steinbrück in seinen gutbezahlten Vorträgen vor Managern  gesagt, man dürfe das Wort Eurobonds nicht einmal in den Mund nehmen. Jetzt hätten ihn Gabriel, Nahles und die Linken der SPD umgestimmt. Der Zinssatz für deutsche Staatsanleihen würde bei einer rot-grünen Regierung drastisch steigen.

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Starken Beifall erhielt Kauder auch für seine Kritik an den rot-grünen Steuerplänen, die entgegen deren Ankündigungen nicht nur die sogenannten „Superreichen“ sondern auch gutverdienende Arbeitnehmer und besonders den Mittelstand treffen, der einer der Hauptmotoren für den wirtschaftlichen Aufschwung sei. Strikt sprach er sich auch gegen einen Energiekurs aus, der etwa in Baden-Württemberg die Zahl von Windrädern von derzeit 360 auf 4000 erhöhen würde, die oft in windarmen Gegenden stehen würden. Grün-rot in Stuttgart sei  auch dabei, das bisher erfolgreiche Schulsystem zu ruinieren. So würden viele Kinder durch den Wegfall der Schulempfehlung in weiterführenden Schulen scheitern.  „Kinder sind keine Experimentiermasse für Schulpolitiker“. Die CDU bekenne sich auch zur christlich-jüdischen Tradition in Europa. Eine Türkei, die die Religionsfreiheit beschränke, habe in der Europäischen Union nichts verloren. Und die Muslime gehörten zu Deutschland, nicht aber der Islam.

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Trotz gelegentlicher Abstimmungsschwierigkeiten in der Koalition habe diese Deutschland auf einen erfolgreichen Weg gebracht. Von weniger als 3 Millionen Arbeitslosen habe ein SPD-Kanzler Gerhard Schröder nur träumen können.

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Franz Kain von den Weinheimer „Spitzklickern“ unterhielt anschließend noch den Saal mit einigen launigen Spötteleien.

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Pressebericht von (keke) aus Rhein-Neckar-Zeitung

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Hirschberg-Großsachsen. (keke) Gestern Thomas Strobl in Hirschberg, heute Peter Altmeyer in Heidelberg, am 7. August Volker Kauder in Weinheim. Zwei Monate vor der Bundestagswahl am 22. September weht der Wahlkampfwind im Wahlkreis Heidelberg/Weinheim zunehmend heftiger. „Deutschland vor der Wahl" lautete das Thema, dem sich der stellvertretende Bundesvorsitzende und Landesvorsitzende der CDU Baden-Württemberg vor gut 40 Zuhörern in der „Krone" widmete.

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Doch hat Deutschland angesichts der beispielgebenden desaströsen Regierungsarbeit von Grün-Rot in Stuttgart überhaupt eine andere Wahl als CDU, lautete die rhetorische Frage Strobls. Vor allem „Europa" stelle das richtungsentscheidende Zukunftsthema der Bundestagswahl dar.

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Sollten Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble als „Fels in der Brandung" ihre Arbeit nicht fortsetzen' können, so Strobls Menetekel, würde sich von heute auf morgen ein ganzer Kontinent verändern: „Dann kommen die Vergemeinschaftung der Schulden, Euro-Bonds und die Schuldenunion". Mit weit reichenden Folgen: Das Zinsniveau würde sich in kürzester Zeit verdoppeln und verdreifachen. Und: „Für die südeuropäischen Länder gäbe es keinen Grund mehr sich anzustrengen, um vom Schuldenstand herunterzukommen".

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In der Innen- und Steuerpolitik geißelte Strobl den „Umverteilungswahn" von SPD und Grünen. Wer von „Substanzbesteuerung" spreche, greife das „Eigenkapital" von Mittelstand und Familienbetrieben an. Wer an die Vermögens- und Erbschaftssteuern gehe, gefährde die Menschen in ihrem Wohlstand. Hier habe sich die CDU klar positioniert, so Strobl. Der nächste Bundeshaushalt werde keine Steuererhöhungen ausweisen. Die Haushaltskonsolidierung stehe an erster Stelle.

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Ein Blick in das grüne Wahlprogramm mit der darin geplanten deutlichen Erhöhung des Arbeitslosengeldes II und die komplette Kehrtwende bei den Hartz-IV-Reformen zugunsten eines be­dingungslosen Grundeinkommens sollte den Wählern die Augen öffnen, mahnte Strobl. Alleine die verfehlte Verkehrsinfrastruktur Grün-Rot in Baden-Württemberg „alle Chancen verspielt", weil sie sich nur auf die „Prestigesache Gemeinschaftsschule" versteift, sei ausreichender Grund, SPD und Grünen das Kreuz am Wahltag zu verweigern.

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Dem „Kampf um die Erststimme" stellt sich Dr. Karl A. Lamers. Während die Kandidaten aus den anderen Parteien über Listenplätze abgesichert sind und ihren Sitz im nächsten Bundestag bereits sicher haben, benötigt Lamers wieder das Direktmandat im „Swing State" Heidel­berg/Weinheim, den er seit 19 Jahren in Berlin vertritt. Und hier will er bleiben.

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Dass eine CDU-geführte Bundesregierung im übernächsten Jahr in der Lage sein werde, Schulden abzubauen und weiter zurückzuführen, könne kein anderer Staat in Europa von sich behaupten, lobte Lamers. Und verwies gleichzeitig auf eine um 70 Prozent erhöhte Investition in Zukunft und Bildung, einen Anstieg von neun auf 13 Milliarden Euro für Technik und Forschung. Steuererhöhungspläne von Rot und Grün dagegen seien „Gift für die Wirtschaft".

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Die CDU- sage „Ja" zu Europa und „Solidarität", schränkte Lamers gleichzeitig ein: „Aber nur, wenn dies gleichzeitig mit „Solidität" verbunden ist. Breiten Raum in der sich anschließenden Diskussionsrunde nahm der Themenbereich „Schulpolitik" in Baden-Württemberg ein.

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Pressebericht von Maria Stumpf aus Rhein-Neckar-Zeitung

 

„Politik ist mein Lebenselixier", sagt Dr. Karl A. Lamers. Das schätzen offensichtlich auch seine Parteifreunde an ihm: Mit 95 Prozent der Stimmen wählten die Delegierten der CDU im Wahlkreis Heidelberg-Weinheim Lamers erneut zu ihrem Kandidaten für die Bundestagswahl im kommenden Jahr.

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Einen Gegenkandidaten gab es nicht. Bei der Nominierung am Samstag (30. Juni 2012) in der Köpfelhalle erhielt Lamers 172 Ja-Stimmen, neun Parteifreunde votierten gegen ihn. „Ein un­glaubliches Vertrauensvotum", attestiert ein erfreuter Kreisvorsitzender Eyke Peveling nach der Wahl. „Wenn wir eine Chance haben, dann mit Karl Lamers." Denn der Heidelberger Wahlkreis ist kein einfacher - und Lamers will das Direktmandat. Direkt oder gar nicht. Sonst bin ich draußen", sagt er.

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Seit 1994 vertritt der 62-jährige promovierte Jurist die Interessen der Kurpfälzer in der Bundeshauptstadt. „Ich bin bereit, weiter Verantwortung zu übernehmen, denn ich bin Abgeordneter mit Leib und Seele und Wahlkreispräsenz ist für mich oberstes Prinzip", präsentiert er sich den Delegierten.

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30 Minuten nutzt er, um seine Sicht der Dinge in einer nachdrücklichen Rede den Delegierten zu er­läutern. Die schwarz-gelbe Koalition laufe „zugegebenermaßen nicht immer rund", räumte er ein, mit der „Profilierungswut mancher Parteifreunde" müsse Schluss sein. Aber letztlich, so zitiert

er auch ganz gerne mal Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl, komme es drauf an, „was hinten rauskommt".

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Lamers, auch stellvertretender Vorsitzender des Verteidigungsausschusses und Präsident der Parlamentarischen Versammlung der Nato, gibt sich aber auch weltmännisch: „Ich habe die Chance, Politik auf der Weltbühne mitzugestalten.

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" Innenpolitisch steht er inhaltlich voll hinter der Politik seiner Bundeskanzlerin. „Deutschland steht hervorragend da." Eine Arbeitslosenquote unter drei Millionen, Wirtschaftswachstum trotz Schuldenkrise, deutsche Exporte zum ersten Mal über der Eine-Billion-Euro-Marke: „Wir werden weltweit beneidet."

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Der Bundestagsabgeordnete ist überzeugt, dass seine Partei diejenige sei, die die Probleme des Landes löse. „Wir werden weiter in der Regierung gebraucht. Wir wollen nicht von Politikern regiert werden, die es nur verstehen, Schulden zu machen." Da blickt der gebürtige Duisburger wohl nach Nordrhein-Westfalen und schmäht die dortige rot-grüne Landesregierung. „Alles, was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen", zitiert er Konrad Adenauer. Heiterkeit im Saal.

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Aus dem Wahlkreis schöpfe er seine Kraft, ruft der Politprofi den Delegierten zu. „Kernstück meiner Politik sind Bürgergespräche." Tatsächlich ist Lamers ein oft gesehener Gast bei vielfältigen Veranstaltungen in der Region. „Ich bin einfach gerne vor Ort", sagt er. „Damit ich als Abgeordneter in Berlin die Belange unserer Städte und Gemeinden kenne und vertreten kann."

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Stehende Ovationen am Ende zeigen, dass er offenbar den richtigen Ton vor der Parteibasis getroffen hat. Während die Zählkommission mit den Stimmkarten im Nebenraum verschwindet, wirkt er leicht nervös. Glücklich und erleichtert hört er dann das Ergebnis: 95 Prozent Zustimmung. „Und das nach 20 Jahren! Das ist einfach nur stark!"

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Pressebild von Peter Dorn kann größer geklickt werden.

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Presse von Stefan Zeeh aus Rhein-Neckar-Zeitung (RNZ)

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Hirschberg. (ze) Bereits am Vorabend zum Tag der Deutschen Einheit gedachte die Hirschberger CDU der Wiedervereinigung in einer Feierstunde in der Großsachsener Grundschule. „Das Gute und Soziale hat Gewalt und Unterdrückung besiegt", erinnerte Christian Würz, der stellvertretende Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes, an die Ereignisse vor 22 Jahren, als Mauer und Stacheldraht zwischen den beiden deutschen Staaten verschwanden.

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„Wir müssen in Dankbarkeit zurückblicken, dass dies ein friedlicher Prozess war", hob Landtagsabgeordneter Georg Wacker die Besonderheit der Vorgänge rund um Montagsdemonstra­tionen und Mauerfall hervor und verglich sie mit dem gar nicht so friedlich verlaufenden „Arabischen Frühling" in diesem Jahr. Wacker nahm den „Tag der Deutschen Einheit" auch zum Anlass, einen Blick in die Zukunft zu werfen. „In 20 Jahren wird es in Stuttgart ein neues Bahnhofsviertel geben, aber wie wird sich unsere Demokratie entwickeln?", fragte der Abgeordnete in die Runde der knapp 30 Zuhörer. Dabei habe die Gesellschaft in Deutschland noch mehr Probleme zu bewältigen als nur Stuttgart 21. So wird es um Fragen der Integration von Migranten, der Inklusion, der Gleichbe­rechtigung in der Arbeitswelt oder um das Altern in Würde gehen. „Wir tun gut daran, nicht den allmächtigen Staat zu fordern, denn Freiheit und Selbstbestimmung sind ein hohes Gut", mahnte Wa­cker in diesem Zusammenhang.

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„Die deutsche Wiedervereinigung war ein großes Ereignis für Europa", stellte der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Karl A. Lamers die Ereignisse in den Jahren 1989 und 1990 mehr in den europäischen Kontext. „Wir hatten gute Freunde in dieser Situation", sagte Lamers und erinnerte etwa an die damals Regierenden in Ungarn, die den Zaun nach Österreich durchschnitten und somit das Ende des „Eisernen Vorhangs" mit einleiteten. Ebenso durfte in diesem Zusammenhang natürlich Michael Gorbatschow nicht ungenannt bleiben, dessen Politik von Perestroika und Glasnost erst diese Entwicklung einleitete.

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„Wir stehen kurz davor, neue Mauern aufzubauen", ging Lamers auf die aktuelle Politik rund um die Finanzkrise in der Europäischen Union ein. „Ich stehe zu Europa", machte der Bundestagsab­geordnete seine politische Haltung deutlich und verwies darauf, dass die Europäische Union Friede und Freiheit bedeute. Dafür müsse man jedoch kämpfen und dürfe nicht gleich alles hinwerfen. Dabei sei der Euro gerade für uns Deutsche so wichtig, denn wir profitierten von der Gemeinschaftswährung mehr als die anderen europäischen Staaten.

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„Freiheit bedeutet ebenso andere Menschen in ihrem Kampf um Freiheit zu unterstützen", blickte Lamers auf die Ereignisse im arabischen Raum. Hier seien die Tage nach der Revolution besonders wichtig. „Wir müssen dort präsent sein, um sicher zu stellen, dass in diesen Ländern die Demokratie einkehrt", betonte er. Schließlich habe der Mauerfall vor 22 Jahren gezeigt, dass alles möglich sei, und damit sei die deutsche Wiedervereinigung zu einem Symbol der Hoffnung für Deutschland, Europa, ja der ganzen Welt geworden.

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Hirschberg. Bei seiner Sommertour besuchte der Abgeordnete Dr. Karl A. Lamers, begleitet von Mitgliedern des CDU-Gemeindeverbandes, zuerst Bürgermeister Manuel Just, um sich über anstehende Hirschberger Ortsprobleme zu informieren. Hauptthema des Gesprächs waren Seniorenzentrum sowie der zweigleisige OEG-Ausbau. Auf die Kleinkindbetreuung kommend, die ja vom Bund angestoßen sei, richtete Just an den Abgeordneten den Wunsch, dass er sich dafür einsetze, die Gemeinde nachhaltig zu unterstützen.

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Lamers betonte, er komme gerne nach Hirschberg, weil er spüre, dass hier viele Aktivitäten für die Bürger umgesetzt werden. So sei auch für ihn die politische Arbeit oberste Priorität in seinem Wahlkreis. Durch sein Amt als Präsident des NATO-Parlaments komme er viel ins Ausland, wo die Leute dort sagen: „Deutschland steht gut da und leistet einiges.“ Daran anknüpfend stellte Lamers die Erfolge der Bundesregierung heraus, die viel zu wenig begründet würden in der Öffentlichkeit. Hier hätte auch die CDU noch Nachholungsbedarf. Desweiteren nannte er die notwendige Grundsicherung der Rentner mit kleiner Rente als Erfolg der CDU. Zur Energiewende meinte der Abgeordnete: „Wir sind im Zugzwang mit dem Zeitplan und brauchen hier einen vernünftigen Umstieg.“ Zum Ausstieg aus der Wehrpflicht betonte er, dass auch die Bundeswehr weiterentwickelt werden müsse, wie es bei anderen NATO-Staaten bereits geschehen sei.

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Im Anschluss an das Gespräch im Rathaus führte Just den Abgeordneten ins Baugebiet Sterzwinkel, damit er sich vor Ort auch über den im Bau befindlichen Edekamarkt informieren konnte. Die anschließende Besichtigung des Seniorenzentrums mit Kindergrippe beeindruckte Lamers besonders und er gratuliere der Gemeinde für dieses zukunftweisende Bauwerk.

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„Das Amt des Parlamentspräsidenten der NATO bedeutet ein hohes Maß an Verantwortung, aber auch Gestaltungsspielraum auf höchster internationaler Ebene. Ich sehe eine einmalige Chance, an der Spitze dieses weltweit agierenden Parlaments einen Beitrag zu leisten für Frieden, Ausgleich und Dialog – und das in einer Zeit, in der sich Europa und die Welt neu ordnen“, sagte Lamers unmittelbar im Anschluss an seine Wahl.

Die NATO PV ist das Bindeglied zwischen den nationalen Parlamenten und dem Nordatlantischen Bündnis. Ziel der Versammlung ist die Förderung der Zusammenarbeit in allen verteidigungs- und sicherheitspolitischen Fragen und die Stärkung der transatlantischen Solidarität. Die NATO PV verabschiedet zu allen das Bündnis betreffenden Fragen Resolutionen und Berichte, die sich an die Regierungen der NATO-Mitgliedstaaten und den Nordatlantikrat in Brüssel richten.

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Als Präsident der NATO PV wird Lamers an den Tagungen des NATO-Rates teilnehmen. Im Gegenzug erstattet der NATO-Generalsekretär  den Abgeordneten der Parlamentarischen Versammlung der NATO regelmäßig Bericht über die Arbeit des Bündnisses.

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In seiner Antrittsrede äußerte sich Lamers zum neuen Strategischen Konzept der NATO, zu dem auch die NATO PV einen eigenen Beitrag verfasst hatte. Die Beistandsverpflichtung gemäß Artikel V des NATO-Vertrages müsse zentraler Pfeiler der Allianz bleiben.

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Das Verhältnis der NATO zu Moskau betreffend sprach sich der neue Präsident deutlich für eine zukünftig stärkere Zusammenarbeit aus – insbesondere bei der gemeinsamen Terrorbekämpfung, der Raketenabwehr und der Bekämpfung der Verbreitung von Massenvernichtungswaffen. „Die NATO braucht Russland, aber Russland braucht auch die NATO“, ist Lamers überzeugt.

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Er forderte eine strategische Partnerschaft zwischen NATO und EU. Gebot der Stunde sei, die Kräfte zu bündeln und eng miteinander zu kooperieren.

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Sehr besorgt zeigte sich Lamers über die immens hohe Zahl von Cyber-Angriffen weltweit und deren rasante Zunahme. Die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Cyber-Sicherheit werde er deshalb zu einem der Schwerpunkte seiner Präsidentschaft machen. Abschließend führte er aus, dass die Kommunikation mit der Bevölkerung für ihn oberste Priorität habe. „Wir müssen deutlich machen, dass die NATO mehr ist als ein Verteidigungsbündnis − eine militärische und politische Allianz, ein Forum für Fragen der Sicherheit weltweit“ sagte er und schlug die Einführung eines NATO-Tages vor. „Einen Tag im Jahr, in dem wir ganz besonders über die Arbeit der NATO informieren, zum Beispiel an Schulen oder Universitäten.“

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Zur Information:
Die Parlamentarische Versammlung der NATO setzt sich zusammen aus 365 Abgeordneten – 257 Parlamentarier der 28 NATO-Mitgliedstaaten, 66 Abgeordnete aus 14 assoziierten Ländern, 12 Parlamentarier aus 4 Ländern des Mittelmeerraumes sowie 14 Abgeordnete aus 7 Ländern mit parlamentarischem Beobachterstatus. Das Europäische Parlament entsendet 10 Beobachter, die Inter-Parlamentarischen Versammlungen 6 Abgeordnete.

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Aus Weinheimer Nachrichten von  Walter Serif

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MANNHEIM. Der CDU-Verteidigungsexperte Dr. Karl A. Lamers aus Heidelberg lehnt eine mögliche Kürzung des Etats um drei Prozent 2011 mit Blick auf den Afghanistan-Einsatz entschieden ab.

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Herr Lamers, die Bundeswehrsoldaten in Afghanistan sind für ihren Einsatz offensichtlich nicht richtig ausgerüstet. Diesen Schluss ziehen zumindest einige Verteidigungsexperten.

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Dr. Karl A.Lamers: Nun, als stellvertretender Vorsitzender des Verteidi­gungsausschusses sehe ich das anders. Glauben sie wirklich, wir würden unsere deutschen Soldaten sehenden Auges mit unzureichender Ausrüstung in eine so schwierige Mission schicken? Natürlich sind die Soldaten für den Afghanistan-Ein­satz gut ausgerüstet und ausgebildet. Wir geben ihnen das Beste mit, was wir zur Verfügung haben.

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Der scheidende Wehrbeauftragte Robbe und sein designierter Nachfolger Königshaus listen aber massive Defizite auf.

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Lamers: Natürlich kann man immer etwas besser machen. Das müssen wir auch. Wir brauchen zum Beispiel mehr Aufklärungsdrohnen und Kampfhubschrauber - da gibt es Probleme mit der Industrie.

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Wie sieht es mit der Finanzierung aus, immerhin soll der Verteidigungsetat eventuell um drei Prozent gekürzt werden?

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Lamers: Hierzu habe ich eine sehr pointierte Meinung: Für mich gibt es zwei Etats, die nicht gekürzt werden dürfen: Bildung und Verteidigung. Den für Verteidigung kann man mit Blick auf die Auslandseinsätze nicht zusammenstreichen. Hier geht es um Leib und Leben unserer Soldaten, die ihren Kopf am Hindukusch für unsere Sicherheit hinhalten.

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Was halten Sie von der Forderung nach dem Einsatz schwerer Kampfpanzer?

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Lamers: Nichts. Das Gelände in Afghanistan ist für diese Waffe, die in

der Fläche operiert, nicht geeignet. Der Einsatz von Leopard 2 würde zu schweren Verlusten in der Zivilbevölkerung führen, weil diese Panzer nicht zielgenau operieren können. Gerade nach den tragischen Ereignissen von Kundus wäre das verheerend. UnserZiel ist es doch, in Afghanistan die Terroristen kampfunfähig zu machen. Die Zivilbevölkerung muss dabei so weit wie möglich verschont werden.

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Afghanistans Präsident Hamid Karsai hat inzwischen die NATO-Großoffensive infrage gestellt.

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Lamers: Die Art und Weise hat mich befremdet. Die Stammesältesten einzubinden, ist vernünftig, das hätte er schon früher tun sollen. Im Übrigen möchte ich Herrn Karsai einen guten Rat geben. Er sollte seine Hausaufgaben machen. Karsai muss endlich für Good Govemance sorgen und die Korruption in seiner Regierung, im Land, im Staat und in der eigenen Familie bekämpfen, bevor er harsche Töne anschlägt.

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Das sind sehr klare Worte.

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Lamers: Wir sind am Hindukusch, um das Land zu stabilisieren. Die Menschen dort brauchen eine Perspektive. Und: Wir wollen verhindern, dass sich von Afghanistan aus der Terror wieder weltweit verbreitet. Der Präsident sollte solidarisch mit uns zusammenarbeiten - im Interesse einer friedlichen Entwicklung seines Landes.

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Ist die geplante Großoffensive in Kandahar strategisch notwendig?

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Lamers: Das sehe ich schon so. Die NATO will den Taliban in ihrer Hochburg den Boden unter den Füßen wegziehen. Das ist wichtig.

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Sie prügeln verbal auf Karsai ein, obwohl der Westen seit Jahren voll auf ihn setzt. Wo ist denn die Alternative zu ihm?

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Lamers: Für mich geht es darum, dass ich Karsais Attacken nicht ein­fach so hinnehmen kann und will. Er weiß doch ganz genau, dass die 44 Nationen nicht als Eindringlinge im Land sind, sondern mit einem ho­hen Blutzoll für die Freiheit Afgha­nistans einstehen.

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Dr. Karl A. Lamers MdB

mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet


Am 25. März 2009 hat Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert MdB in einer Feierstunde im Reichstag die Ordensinsignien an Dr. Karl A. Lamers überreicht. In seiner Laudatio hob der Präsident des Deutschen Bundestages hervor, dass das Bundesverdienstkreuz Dr. Lamers in Anerkennung der um Volk und Staat erworbenen besonderen Verdienste verliehen wurde. Der Lebensweg von Dr. Lamers, so der Bundestagspräsident, sei geprägt durch sein beispielhaftes, weit über das Normalmaß hinausreichendes gesellschaftliches Engagement, was sich in seinen vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten in Vereinen und Verbänden ausdrücke.

Der Abgeordnete habe sich insbesondere um die verbindende Völkerverständigung in hohem Maße verdient gemacht. Mit seinem internationalen Wirken, das weit über seine parlamentarische Arbeit hinausgehe, habe er einen wichtigen Beitrag geleistet für ein respektvolles Miteinander und einen fruchtbaren Dialog derMenschen in vielen Teilen der Erde. Besonders hervorzuheben, so Dr. Lammert, sei das unermüdliche Eintreten von Dr. Lamers für ein vertrauensvolles transatlantisches Verhältnis. Für Lamers sei die europäisch-amerikanische Freundschaft auch heute noch die Basis für ein Leben in Frieden und Freiheit. „Ich betrachte die Auszeichnung mit dem Bundesverdienstkreuz als Ehre und Ansporn, mich auch weiterhin mit aller Kraft für meine Mitmenschen einzusetzen und für die Verständigung zwischen den Völkern zu wirken“, so Dr. Karl A. Lamers.

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Foto: Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert bei der Überreichung des Bundesverdienstkreuzes an Dr. Karl A. Lamers.